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Ein Tag im Waldorf Kindergarten
Der Morgen beginnt mit dem freien Spiel. Nacheinander kommen die Kinder herein. Die ErzieherInnen arbeiten an etwas, ihre Tätigkeit wirkt anregend auf die Kinder. Ein eifriges Spiel beginnt.
Es entwickelt sich vielleicht ein Rollenspiel: Bauecken, Kaufmannsladen, Notarztwagen, Märchen,
kleine Geschichten, ein erzählendes Gedicht, ein Weihnachtsspiel. Gewohnte Reime oder Lieder leiten zum rhythmischen Teil, zum Reigenspiel über. Ganz aus dem Jahreszeitlichen heraus. Der Kochherd, die Vorbereitung des Frühstücks begleitet das Freispiel. Die ErzieherInnen hatten ihre Helfer beim Müsli bereiten, Brote belegen oder war es gar Backtag? Künstlerische Tätigkeiten wie Wasserfarbenmalen, Eurythmie, Palettisieren, Werken u.a. finden wöchentlich in besonderen Rhythmen statt. Das gemeinsame Aufräumen beendet das freie Spiel. Das Frühstück vereinigt alle Kinder. Ein Spruch, ein Lied stimmt auf das Essen ein, Tischsitten werden gepflegt. Das zweite Freispiel nach dem Frühstück geht hinaus, in den Garten, auf ein Blatt, ein Stück Granit, ein Baum, ein knorriger Ast, ein langer Grashalm, ein Käfer, die Wolken am Himmel, Regen oder - Schnee! Den Abschluss des Vormittags bilden Fingerspiele oder ein Märchen, erzählt oder als Puppenspiel mit einfachen Stehpuppen oder Marionetten. Wartende Eltern schauen manchmal zu.
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